Projekt Schaukel: Abgeschlossen! Hält 30 Jahre :-)

Unsere Unsere alte Schaukelanlage, an der ich schon neue Pfosten eingebaut hatte, war wieder marode. Als ich dann meiner Frau sagte, die kann jetzt weg…war sie damit leider nicht so ganz einverstanden…Also einigten wir uns darauf, die Schaukelanlage an gleicher Stelle neu zu errichten. Alles was wiederverwendet werden konnte, sollte wieder verwendet werden…Am Ende waren es die Fundamente, und die ganzen Edelstahlbolzen, die ich mir WD 40 retten konnte, d.h. ich bekam sie nach 20 Jahren Standzeit überhaupt wiederauseinander. Weiterhin konnten ein paar Edelstahlketten gerettet werden und einige Edelstahl-Bangkirai-Schrauben. Aber eines war klar, wenn ich es neu aufbaue, dann so, dass ich dieses Leben da nicht wieder ran muss.

Ich habe bewusst auf Nachhaltigkeit geachtet, d.h. der Edelstahlschaukelbalken oben wurde gebraucht erworben, den hatte jemand über, auch die schöne Edelstahlrutsche wurde gebraucht erworben. An der Rutsche war nichts dran, gut, 190 km musste ich fahren, aber unter dem Strich hat sie so 380 Euro gekostet und neu (sie wird noch produziert) kostet sie rund 2.300 Euro. Das gleiche gilt für die Bongossi-Pfosten 10 x 10. Davon habe ich 6 Stück für 150 Euro erworben. Auch die werden mich überleben…

Die ganze Anlage ist komplett aus Bongossi-Holz, Edelstahl, recycelten Kunststoffplatten und Edelstahl-Schraubverbindungen erstellt.

Das ganze Projekt wurde in ca. 60 Arbeitsstunden realisiert. Ich denke unsere kleinen Besucher werden ihre Freude daran haben. Für den, der es Nachbauen will…die Materialkosten für alles lagen bei ca. 2.000 Euro. Die Anlage ist ca. 4 m breit und rund 2,60 m hoch. Sie verfügt über zwei Schaukel, eine Rutsche, eine Feuerwehrstange und eine kleine Hütte.

Schritt 1: Alte Schaukel demontieren

Als erstes wurde die Anlage demontiert, also Schrauben lösen etc. Dabei war WD 40 Gold wert.

Schritt 2: Altes Holz zurückbauen

Meine Stihl war mein bester Freund, beim Zersägen der alten Pfosten...

Schritt 3: Fundamente ändern

Teilweise konnten die Fundamente erhalten bleiben, teilweise wurden sie ergänzt bzw. neu gemacht, da die neuen Pfostenträger neigbar sind und aufgedübelt werden.

Schritt 4: Schrauben ölen etc

Alles was ging, habe ich wieder verwendet. Die Schrauben wurden geölt, teilweise nachgeschnitten oder mit dem Flex bearbeitet. Das war notwendig, da die Gewinde teilweise Macken hatten.

Schritt 5: Die alten und neuen Balken wurden angepasst

Ich habe alle Balken mit einem hochwertigen Öl bearbeitet. Dies diente im wesentlichen der optischen Anpassung der Hölzer und natürlich der Pflege.

Schritt 6: Aufbau der Pfosten und des Querträgers

Beim Aufbau der Pfosten und dem Auflegen des Querträgers hatte ich ein wenig Hilfe von Freunden. Das ist alleine nicht möglich...

Schritt 7: Hölzer passend einkürzen

Danach habe ich die Hölzer mit einer Akku-Kreissäge passend eingekürzt und danach Edelstahl-Pfostenkappen darauf geschraubt.

Schritt 8: Schaukelhaken passend ausrichten

Die Schaukelhaken wurden passend ausgerichtet und dabei gleich der Flugrost von der Edelstahlstange mit WD 40 entfernt.

Schritt 9: Boden verlegen

für den Boden in der Hütte habe ich die alten Bretter wieder verwendet. Sie wurden gesäubert und neu geölt und mit den alten Bangkirai-Schrauben wieder verschraubt.

Schritt 10: Verstärkungen einbauen

Zur Aussteifung habe ich diverse Balken eingebaut.

Schritt 11: Rutsche anbauen

Die erste Kunststoffwand ist eingebaut. Dafür habe ich regeneriertes Kunststoffmaterial erworben. Die äußeren Platten haben alle eine Stärke von 0,8 cm und die obere Platte eine Stärke von 2 cm. Zur Info, die Platten wiegen insgesamt 60 kg. Die Rutsche ist hier schon grob ausgerichtet.

Schritt 12: Rutsche einbetonieren

Für die Rutsche habe ich ein ca. 30 cm tiefes Loch gegraben, ca. 60 cm breit. Die beiden Füße habe ich mit ca. 90 kg Beton eingegossen. Oben wurde die Rutsche mit 6 Edelstahlschrauben befestigt. Vielleicht noch eine Sache für Nachbauer...jedes Loch muss vorgebohrt werden. Selbst gehärtete 8 mm Marken-Edelstahlschrauben brechen sonst sofort ab. Ca. 0,8 mm kleiner bohren als der Schraubendurchmesser...

Schritt 13: Tritte aus Hartholz

Hinten habe ich eine "Leiter" aus Hartholz gebaut. Darunter ist eine Kunststoffplatte befestigt. Die Tritte wurden mit durchgehenden Edelstahlschrauben befestigt. Hinter die Leisten habe ich immer noch eine ca. 3 mm Edelstahl-Unterlegscheibe verbaut, damit das Wasser dort nicht stehen bleibt.

Schritt 14: Überstehende Schrauben abschneiden

Damit sich die Kinder nicht verletzen, habe ich überlange Schrauben abgeschnitten und am Ende nochmal eine abgerundete Mutter (Hutmutter) aus Edelstahl aufgeschraubt.

Schritt 15: Letzter Feinschliff

Zum Schluss habe ich die letzte Kunststoffplatte eingebaut, die beiden Schaukel aufgehängt und neuen Kunstrasen verlegt. Fertig...und das nächste Sanierungsprojekt "Baumhaus" wartet schon :-) Wünsche allen WD-40-Fans viel Spaß beim Schrauben und renovieren!

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